Mittwoch, 23. November 2011

Gedanken und ein Dank!



Ja, ja, alles verändert sich. Nicht nur mein Körper, auch in mir tut sich was.
Es dreht sich alles um die Liebe, ums Baby und unsere eigene Familie.
Dinge die einmal wichtig erschienen rücken in den Hintergrund und das Leben ordnet sich neu.

Die, die meinen Blog schon lange verfolgen wissen ja, das ich es nicht immer leicht mit mir hatte. Geplagt von Depressionen und Manischen Phasen hatte ich in den letzten Jahren nicht wirklich viel zu lachen.
Ich war immer sehr Anti und gegen mich. Selbstzerstörung ist das Stichwort.
Jahrelang auf der Suche, aber nach was eigentlich?
Auch wenn ich immer gesagt habe, das es mir alleine besser geht, das ich niemals Kinder möchte, geschweige den Heiraten, ist genau DAS, wonach der Mensch strebt.
Liebe, Geborgenheit und Sicherheit.

Ich gehöre wohl zu den Glücklichen, die das gefunden haben.

In den letzten Wochen habe ich mir sehr viele Gedanken gemacht (wann eigentlich nicht?).
Ich bin nun seit fast vier Monaten nüchtern. Komplett nüchtern. Das war ich das letzte mal mit 18 Jahren, als ich in einer Klinik war.
Es fühlt sich gut an, mir fehlt nichts und natürlich fällt es einem leichter, da man weiß wofür man das macht.
Trotzdem stellt sich mir die Frage wie es nach der Geburt weiter gehen soll.
Das ich ein Alkohol Problem habe weiß ich schon lange.
Das nun der perfekte Zeitpunkt ist, sich damit bewusst auseinander zu setzten weiß ich auch.

Ich kann mich nicht mehr dahin hineinversetzten, wie ich mittags schon einen sitzen hatte und mich und meinen Kopf dadurch betäubt habe.
Natürlich kommt jetzt der Punkt, der Verantwortung für jemand anderen dazu, aber sollte man sich selbst nicht soviel wert sein, das man sein Leben lieber bewusst lebt?

Ich weiß auch, das es für Außenstehende schwer ist zu verstehen, wenn man sagt "Ich habe ein Alkohol Problem.". Anderen können einfach nur zwei Bier trinken und dann ist gut, Alkohol kranke wissen (oder wissen es eben noch nicht), das das bei ihnen nicht so einfach klappt und jedes Bier einen zum Blackout Rausch näher bringt. 

Um jetzt wieder zur Einleitung zurück zu kommen.
Ich möchte das nicht mehr.
Ich will mein Kind aufwachsen sehen, ich will meine Familie bewusst Lieben können.
Prioritäten setzten sich neu.
Kinder, es wird!

Anbei möchte ich mich noch bei euch allen bedanken. Für den Zuspruch, die lieben Worte, die vielen Mails, die mich erreicht haben, als die Welt für mich noch ganz grau war.
Vielleicht macht es auch der ein oder anderen Mut.
Depressionen, Alkoholprobleme, Familiäre Schwierigkeiten sind Dinge, die unser Leben sehr stark beeinflussen können, doch man selbst ist der Bestimmer.
Ich glaube man sieht es mir doch ziemlich an.
Ich bin glücklich.
Wie noch nie!


Der Text ist jetzt doch länger geworden als gedacht, dann schreibe ich eben im nächsten Post über unsere geplanten Flitterwochen. Seid gespannt! ;)






Kommentare:

  1. Ich wünsch dir wirklich viel Glück und Erfolg, dass alles gut wird. Es wird nicht einfach. Schwangerschaft und Mutterschaft sind eine große Herausforderung, an der jeder wachsen muss. Schwierig wird's mit solcherlei Drogenproblemen (ich war und bin "Co-Abhängige").

    Daher... ALLES GUTE!

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  2. Ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass es so weiter läuft wie jetzt.

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  3. GROßES<3 für dich und, dass es dir so gut geht....freu mich unheimlich für euch <3

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  4. Ich finds superschoen, zu sehen wie du dich entwickelst. :) Auch wenn ich deinen Blog zu Anfangszeiten (ich lese schon ziemlich lange mit) auch sehr toll fand, weshalb ich ja immerhin angefangen habe dir zu folgen, find ich es jetzt umso schoener, wie sich dein Leben ordnet, und wie du scheinbar (ich weiss ja nicht, wie es jetzt wirklich aussieht) produktiver wirst. Beispielsweise der diy-Post.. :) Und es gibt Hoffnung, dass auch Menschen, wie mir, die mit aehnlichen Problemen zu kaempfen haben -was die Depression beispielsweise angeht- eventuell einmal gluecklich werden.
    Danke dass du das alles mit der Welt teilst!
    Alles Gute ♥

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  5. Karl Popper sagte einmal, dass der Sinn des Lebens darin besteht, es mit einem Sinn anfüllen zu können.

    Und der Sinn als solcher ist und kann eine sehr individuelle Sache sein.

    Ihr Kind aufwachsen sehen zu wollen, kann ein guter Sinn sein, der einem wie ein Führungsseil durch das Leben bringen kann.

    Ich wünsche Ihnen viel Glück auf dieser Reise, die sicher zu einer der spannendsten gehört, die man absolvieren kann.

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  6. Ich glaube es gibt viel mehr Leute als man denkt die mal in nem richtigen Tief waren...wenn du das ganze so schreibst seh ich mich selbst vor ein paar Jahren (außer das mit dem Alkohol) mir ging es in vielen Momentan sehr,sehr schlecht und ich bin verdammt stolz das ich es sogar ohne Klinik geschafft habe...aber ich weiß auch das genau deshalb nicht wirklich alles vorbei ist..es gibt manchmal auch wieder momente wo ich fast in mein altes Leben zurück falle :( fühlt sich nicht gut an!!

    Ich wünsche dir für die Zukunft weiter alles gute und hoffe das du weiterhin diese Kraft haben wirst...du wirst erstaunt sein zu was eine Mutter fähig ist...ich glaub fest an dich!! <3

    ach und mit dem dehnen...ich kann auch bestimmten größen nicht soooo weit dehnen,deshalb weiß ich es würde niemals über 16mm gehen... ^^

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  7. Manchmal braucht man erst einen tieferen Sinn, um sich an den Haaren aus der Scheiße zu ziehen. Verantwortung für andere, ganz besonders für ein Kind, ist vermutlich die schönste Aufgabe der Welt. Alle drehen sich immer nur um sich und um die eigene Schwärze, bis man merkt, dass man die nicht an jemand kleinen, unschuldigen weitergeben kann und will. Ich glaube, du hast genau den richtigen Start gehabt, um da rauszukommen. Es wird werden, und es liest sich schon raus aus diesem Text. Ist doch toll! Hach.

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  8. Dein Kind wird die coolste Mutter der Welt haben!

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