Sonntag, 26. Mai 2013

Konstanz deine Jugend




Man wird gewisse Dinge im Leben nie verarbeiten oder vergessen, aber man wird lernen damit umzugehen.
Mein Onkel Vito ist nach seinem Krebsleiden in Ruhe und im Kreise seiner Familie gestorben. Wir hatten immer ein gutes Verhältnis und mich hat die Nachricht seines Todes schwer getroffen. Das ich zur Beerdigung an den Bodensee fahre war für mich klar. Und so habe ich mich letzten Donnerstag ohne meine Lieben auf den Weg gemacht um ihm die letzte Ehre zu erweisen und das war auch gut so. Es war eine schöne Trauerfeier und ich war froh meinem Cousin, der mit 18 seinen Vater verlor bei zu stehen und ihm und seiner Familie das Händchen zu halten.
Wieder zurück in Berlin beginnt nun auch für mich die Trauer und mit der Ruhe, ist nun auch für mich der Platz abschied zu nehmen.





Abgesehen von dem traurigen Anlass der mich nach Konstanz geführt hat, musste ich mir auch mal meinen kleinen Cousin zur Brust nehmen. Ihn auffangen, aus der Trauer Situation raus nehmen und mit ihm mal einen trinken gehen. Die neue Konstanzer Jugend auschecken so zu sagen. Leider hat sich, wie auch in meiner Jugend schon, nicht viel getan im Bereich nette gemütliche Bars in denen man gerne Sitz und trinkt. Also musste das her halten was eben da ist. Wir haben ausführlich geredet konnten uns mal wieder annähern was uns beißen sehr gut getan hat.
Mein eigentlicher plan war ein oder zwei Bier zu trinken und dann bei meinen Eltern zu schlafen, da ich am Samstag um neun Uhr früh die Rückreise antreten musste.
Nach den ersten drei Bier war schon abzusehen das das nichts wird. Als wir dann die Location gewechselt haben und plötzlich ein Meter Bier vor mir stand war klar das das ein langer Abend wird. Ein sehr langer Abend.

Mutti, natürlich schon ein bisschen aus der Form, merkte ich schon die ersten Biere und bei jedem wurde es "schlimmer". Ich habe ja das Glück das man mir mein besoffski sein nicht sofort ansieht. Daher beschlossen wir nach dem Meter noch in eine alte Bar zu gehen, die zu meinen Zeiten zu einem meiner Stamm Plätze gehörte. Die Casbar.
Leider fanden sich dort keine Bekannten Gesichter an, die man hatte sehen wollen, sondern nur die abgesifften Muschis, die auch schon zu meiner Zeit abgesiffte Muschis waren.


Aber der witzigste Teil begann mit dem treffen eines Freundes von von meinem Cousin. A. 17 jähriger Kurde mit einem über durchschnittlich hohem IQ und unglaublich guten Manieren. Ich habe in meinem leben schon viele Menschen getroffen aber bei ihm hatte ich sofort das Gefühl das das ein besonderer Mensch ist.

Nachdem in Konstanz um drei Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden und wir noch lange nicht Heim gehen wollten sind wir zu dritt zu A. gefahren und natürlich wohnen 17 jährige noch zuhause. Also hieß es leise sein. Ich immer noch im Beerdigungs Dress und verlaufener Schminke, mit leichtem Hunger wurde ich gut von dem Freund bewirtet und fühlte mich trotz meiner leicht seltsamen Situation ziemlich wohl.
Doch dann. Dann ging es erst richtig los. Um vier Uhr kamen noch zwei bekannte von A. dazu. Leider kann ich mich nicht an ihre Namen erinnern, das ist aber auch gar nicht schlimm, denn auch so werde ich die zwei wohl nie vergessen. Denn so viel dumm hohl geschwätz hat die Mutti noch nie gehört. Leider kann man den "Witz" an der ganzen Situation nicht schriftlich wiedergeben, außerdem fehlt da dann noch der Konstanzer Dialekt der dazu gehört. Wenn du aber als "Erwachsene" Frau zwei halb Starken gegenüber sitzt und die einen auf dicke Hose, geile Lederjacke, ge und "bei dem weisch nie ob er noch im Knascht isch oder gerade wieder geht" da Sitz du da und kannst dir nicht vorstellen das dieses Dick und Doof Gespann überhaupt ein Bein vor daa andere setzten kann.
Trotzdem haben mich die beiden unglaublich unterhalten und gute Jungs sind das bestimmt auch. 


Und eins verspreche ich noch, wenn ich das nächste mal wieder komme trinke ich einen Meter Bier wieder mit meinem Cousin und seinen Freunden und hoffentlich auch mit meinem Herzmann an meiner Seite



Aber mein liebes Konstanz, du fehlst mir und ich freue mich auf das nächste mal! 







Kommentare:

  1. Mein Beileid Dino! Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft. Vorallem seinen Sohn!

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  2. Ein wundervoller Post! Vielen Dank dafür.
    Ich bewundere dich, dass du in so einer Situation so cool und locker sein kannst. :) Ich musste GsD noch nie erfahren, wie es ist, wenn jemand nahestehendes geht, aber ich wünsche dir dennoch ganz viel Kraft... und dem Rest deiner Familie ebenso.

    <3

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  3. hihi, ich finds lustig, ich stell mir dich grad vor, inmitten einem Haufen kleiner Jungs :DDD

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  4. Schade das du auch hier wieder beleidigend geworden bist.
    Als halb starker und hohl...
    wurde ich noch nie bezeichnet, obwohl ich sehr nett zu dir war.

    Auf die Lederjacke hast du mich angesprochen , und hast noch hinzugefügt, dass ich mit dieser in Berlin"verkloppt werden würde".
    Dabei hab ich es belassen.

    Aber was ich wirklich nicht verstehe ist, dass du uns sagst wir sollen deinen Blog lesen und dann uns hier beleidigst.

    LG einer der beiden Hohlen halbstarken namenlosen Idioten die versucht haben euch aufzumuntern

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    1. :)
      Ich gebe es nur wieder, wie es an dem abend auf mich wirkte.
      In meinen Texten spielt Ironie eine große Rolle, so auch in diesem. Bitte nimm es nicht zu persönlich!
      Natürlich hatte ich Spaß und ja es hat uns aufgemuntert. Ich hatte auch, durch diesen abend eine entspannte Heimreise und dafür danke ich euch. Vielleicht erwähnen ich euch doch noch mal mit einem kleinen Zusatz ;)

      Liebe grüße

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  5. Ich fand Deinen Post überhaupt nicht witzig. Gelangweilt hat er mich. Und Ironie geht anders. Dennoch spreche ich Dir mein Beileid aus, auch wenn ich der Auffassung bin dass man solche persönlichen Dinge wie den Tod eines lieben Menschen nicht so in einem Blogpost verwurstet.
    Gruss
    Luisa

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  6. Ist schon toll. Man kann deiner Meinung nach also schlecht über andere Leute sprechen und dann sagen ist ja nur Ironie, reg dich nicht auf. Ist ja praktisch! Nur vielleicht trotzdem verletzend.

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